Moral vs. Wissenschaft?

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Hier mal ein wenig schwere Kost.

Der Schriftsteller Sam Harris erläutert seine Gedanken zu der These, dass Moral auch wissenschaftlich untermauert werden kann, in seinem Vortrag auf einer TED Konferenz:

Seine Position zu diesem Thema wird hier beindruckend plastisch und somit auch verständlich dargelegt, und ich kann sie in weiten Teilen nachvollziehen, sonst würde ich sie hier wahrscheinlich nicht posten.

Doch birgt sie verständlicherweise auch einiges Gefahrenpotential. Gerade in solch einer schwierigen Frage nach der Gültigkeit von universellem moralischen Verhalten, kann man, auf kleinste Alltagsverhaltensweisen heruntergebrochen, auch schnell in totalitäre Fahrwasser gelangen. Ich denke, mindestens dies sollte eine wichtige Schlussfolgerung aus solcherlei Diskussionen sein: es wird nicht unbedingt das eine Ziel geben, welches man quasi als Endstadium zu erreichen anstrebt. Das Leben zu respektieren heißt zwangsläufig auch, die Oszillation zwischen Gut und Böse anzunehmen, aber so wenig Schaden wie möglich entstehen zu lassen. Sozusagen getreu dem Motto “Der Weg ist das Ziel” … aber es sollten schon alle mitgehen … eventuell … so’n bischen.

Nebenbei: das die institutionalisierten großen Religionen in diesen Fragen nicht unbedingt die verlässlichsten Ratgeber sind, zeigt sich an den aktuellen Enthüllungen wieder ganz vorzüglich.

Da finde ich solch erfrischend klar vertretenen Positionen, wie hier von Sam Harris, oder z.B. auch die eines Richard Dawkins, umso wichtiger.

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